Spirulina Algen – Darum ist das Superfood so wertvoll!

Leistungsstark und gesund – so verhilft die Mikroalge Spirulina zu neuer Lebenskraft

Spirulina Algen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ist gerade diese Alge wirklich so gesund? Immer mehr Superfoods kommen auf den Markt. Manche Produkte zeigen sich gnadenlos überbewertet und verschwinden schnell wieder aus den Regalen. Andere hingegen wirken potent, so dass die Pharmaindustrie sie geradeheraus fürchtet und wünschte, die heilbringende Wirkung möchte sich unter den Konsumenten möglichst nicht herumsprechen.

Insbesondere die unscheinbaren Mikroalgen rücken zunehmend in den Fokus der Verbraucher. Ob Chlorella, AFA Alge oder Spirulina – die grünen Wasserpflanzen scheinen eine ganz besonders gute Wirkung auf den Organismus zu haben. Warum die Wirkung von Spirulina so komplex ist und ob die Alge auch Ihnen helfen kann, erfahren Sie hier.

 


Inhaltsverzeichnis:


 

Was ist Spirulina eigentlich?

Bei dem Nahrungsergänzungsmittel Spirulina handelt es sich streng genommen um eine besondere Bakterienart. Die sogenannten „Cyanophyceen“ oder auch „Cyanobakterien“ sind winzig kleine Einzeller, die umgangssprachlich als Algen bezeichnet werden.

Die Bakterien sorgen für die charakteristisch tiefgrüne Farbgebung des Naturstoffs. Da sie unter Wasser im prächtigen Indigo schimmern, bezeichnet man sie auch als Blaualgen. Es ist eine äußerst nährstoffreiche Art, die zunehmend an Beliebtheit gewinnt. Die Mikroalge findet sich als neues Superfood in immer mehr Nahrungsergänzungsmitteln oder sonstigen Supplementierungen wieder.

Was viele nicht wissen: Bereits seit über sechs Jahrzehnten ist diese Alge in Mitteleuropa begehrt. In den vergangenen Dekaden wurde sie überwiegend von der Alternativmedizin bzw. Homöopathie eingesetzt. Doch nun trauen sich auch immer mehr Anhänger der konventionellen Schulmedizin an das natürliche Heilmittel. Sie setzen die Vorzüge des Naturstoffs ganz gezielt zu ihrem Vorteil ein.

Die Mikroalge ist in unterschiedlicher Darreichungsform freiverkäuflich erhältlich. Wer Spirulina kaufen möchte, sollte sich der vielen Qualitätsunterschiede bewusst sein und auf zertifizierte Anbieter setzen.

 

Warum ist die Alge so gesund?

Sie ist nährstoffreich, basisch und vitalisierend. Doch die Wissenschaftler tun sich schwer damit, den EINEN gesundheitlich relevanten Inhaltsstoff zu benennen. Vielmehr scheint es die ursprüngliche und komplexe Zusammensetzung der vielen Bestandteile zu sein, die aus der unscheinbaren Blaualge ein wahres Superfood machen.

 

Die Wirkung wird wie folgt beschrieben:

  • aufbauend, kräftigend, vitalisierend
  • blutbildend
  • tiefgreifend reinigend

 

Spirulina wirkt ganzheitlich. Alle Zellen des Körpers werden von der Mikroalge erreicht. Laut den in der Fachliteratur nachzulesenden Erfahrungen wirkt sie reinigend und entgiftend auf Blut, Lymphe und die Organe. Sie stärkt das Immunsystem, kräftig die Zellen und steigert das allgemeine Wohlbefinden der Anwender.

spirulina aussehen

 

Wie sieht die Mikroalge eigentlich aus?

Das gesunde Seegras verfügt über einen kräftig grün-blauen Farbton. Die Farbe geht auf die Fähigkeit der fleissigen Cyanobakterien zurück, natürliches Chlorophyll zu bilden. Es wird als Pflanzenfarbstoff bezeichnet und befindet sich eingelagert in den Zellen und Membranen.

Auch weitere Pigmente sind dort zu finden. Die Alge wächst in fließenden Gewässern heran. Je nach pH-Wert des Wassers entwickeln sich unterschiedlich aussehende fadenförmige Strukturen. Auch wenn es sich um eine Ansammlung von faserigen Bakterien handelt, spricht man umgangssprachlich von einer Pflanze. Nach der Trocknung bleibt die starke Grünfärbung erhalten. Der Naturstoff duftet dezent.

 

 

Wo kommt Spirulina vor?

Fossile Funde deuten darauf hin, dass die spirulina-herstellenden Cyanobakterien bereits vor rund 3,5 Milliarden Jahren die Erde besiedelten. Man vermutet, dass diese frühen Bakterien die damals noch überwiegend flüssige Erdoberfläche entscheidend beeinflussten.

Forscher gehen davon aus, das sie zur wichtigen Sauerstoffanreicherung der damaligen Atmosphäre beitrugen. In freier Natur wächst diese Algenart im Salz- sowie in Süßwasser. Je nach Nährstoffgehalt des Wassers entwickeln sich länglich-dünne Fäden. Diese verweben sich immer dichter miteinander und schließen sich zu grünen Kulturen zusammen. Die Pflanzenbestandteile können dermaßen verdichtet sein, dass sie vom Ufer aus als wahrer Algen-Teppich erkennbar werden.

 

Wo kommt der Naturstoff heute her?

Da der Bedarf an hochwertigen Spirulina-Algen immer weiter zunimmt, wird das Seegras mittlerweile professionell kultiviert. Die Aquafarmen arbeiten zumeist mit alkalischem Salzwasser. Dieses lässt die Kulturen besonders gut gedeihen.

Zum optimalen Wachstum benötigt das Meeresgrün eine Temperatur von 37 Grad Celsius und möglichst viel Kohlenstoffdioxid. Das Gas wird bei den meisten Farmen zusätzlich durch Leitungen ins Wasser eingeblasen. Weil die großen Kulturanlagen geschlossen und überdacht sind, kann eine gleichbleibende Qualität produziert werden. So ist es beispielsweise auch möglich, Bio-Spirulina zu kultivieren.

Geerntet wird die Blaualge, indem das Wasser durch spezielle Filter und Zentrifugen geleitet wird. Anschließend werden die gewonnenen Rückstände mittels Heißluftgebläse, manchmal auch unter der Sonne, getrocknet. Es entstehen spröde, trockene Überbleibsel. Die reine Biomasse wird anschließend industriell zu Spirulina Pulver weiterverarbeitet oder zu Presslingen zusammengedrückt.

spirulina und chlorella pulver

 

Was ist der Unterschied zu Chlorella?

Häufig werden die beiden Begriffe synonym verwendet, schließlich handelt es sich ebenfalls um eine Alge. Der Unterschied zwischen den zwei Superfoods ist auf den ersten Blick auch nicht sofort auszumachen.

Während Spirulina platensis in Süß- wie in Salzwasser gedeiht, lässt sich Chlorella ausschließlich in Süßwasser züchten. Sie gehört zur Gattung der Grünalgen und verfügt über einen etwas anderen Zellaufbau. Wo die dünnwandigen Zellmembranen der Spirulina aus Glucose bestehen, weist Chlorella einen doppelwandigen Aufbau aus Cellulose auf.

Das schlägt sich auch im Geschmack wieder, der von vielen Menschen als intensiver und ‚trockener‘ beschrieben wird. In der Anwendung wird Chlorella weniger zur Vitalisierung, als vielmehr zur Entgiftung eingesetzt. Chlorella soll in der Lage sein, Fremdkörper wie Schwermetalle oder Rückstände von Umweltgiften aus den Körperzellen ausleiten zu können.

 

Wo ist der Unterschied zur AFA Alge?

Die AFA Alge gehört, ebenso wie Spirulina und Chlorella, zu den Mikroalgen. Sie lässt sich allerdings nicht züchten, sondern ist ein reines Naturprodukt. Gewonnen wird sie aus dem Wasser des Klamath Lake in Oregon.

AFA verfügt über eine etwas andere Nährstoffzusammensetzung und übertrumpft die sonstigen Seegräser insbesondere beim Gehalt der Omega-3-Fettsäuren. Als nützlich für den Menschen zeigen sich alle drei Sorten. Während die Grünalge Chlorella vornehmlich zur Entgiftung eingesetzt wird, wirkt die nährstoffreiche Blaualge Spirulina auf die Zellgesundheit und das Immunsystem. Die AFA Alge wiederum wirkt besonders positiv auf das zentrale Nervensystem und soll Körper und Geist harmonisieren können.

 

spirulina naehrwerte gesundheitsnutzen

 

Welche Eigenschaften hat Spirulina?

Der Blaualge wird eine stärkende, gesunderhaltende und heilende Wirkung nachgesagt. Helfen sollen Spirulina-Präparate gegen Allergien, Viren und Krebs. Zudem könnten sie das Immunsystem positiv beeinflussen und Giftstoffe aus dem Körper ausleiten.

Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass sich der Naturstoff nicht patentieren lässt. Damit gilt Spirulina als wertlos für die Pharmaindustrie. Ob dies erklärt, warum es seit einigen Jahren zu einer Herabwürdigung der positiven Eigenschaften kommt, lässt sich nicht zweifelsfrei klären. Davon sollten sich kundige Verbraucher aber nicht abschrecken lassen.

Spirulina platensis – so wirkt das Superfood:

  • Soll gegen Allergien, Viren und Krebs helfen
  • Wirkt senkend auf die Blutfett- und Blutzuckerwerte
  • Kann dabei helfen, den Blutdruck zu regulieren
  • Soll das Immunsystem aufbauen können
  • Ionische Verbindungen helfen dabei, Schwermetalle zu bändigen und aus dem Körper auszuleiten
  • Wird deshalb bei einer Amalgam-Sanierung eingesetzt
  • Wirkt ausgleichend auf den Säure-Basenhaushalt der Zellen
  • Ist eine hochwertige Proteinquelle für Veganer
  • Natürliches Anti-Aging-Mittel dank starker Antioxidantien (SOD-Enzyme sowie Phycocyanine)
  • Soll die Darmflora restrukturieren können
  • Soll aufbauend auf Haut, Haare und Nägel wirken
  • Könnte Arteriosklerose verbeugen
  • Wird alternativmedizinisch bei Rheuma, Gelenkschmerzen und Arthritis eingesetzt
  • Stimuliert die Fresszellen des Körpers
  • Die WHO setzt Spirulina gegen Unter- und Mangelernährung ein

 

Verwendung der Spirulina-Alge als Nahrungsmittel

Ursprünglich nutzten viele naturnah lebende Ethnien die Alge als Nahrungsquelle. Überliefert ist, dass beispielsweise das Volk der Kanembu (siedelten rund um den afrikanischen Tschadsee) aus der Spirulinamasse einen sättigenden Kuchen herstellten. Dafür schöpften sie die algenreichen Schaumkronen des Seewassers ab und pressten die Trockenmasse in Form. [1]

Auch die Azteken sollen die Wasserpflanze genutzt haben. Im Becken von Mexiko (am Texcoco-See) haben sie die Blaualge als Grundnahrungsmittel angebaut.
Mittlerweile ist man sich der nährenden Zusammenstellung der Spirulina-Inhaltsstoffe wieder bewusst. Selbst Behörden sehen das Potential der Alge. Aus diesem Grund möchten die Vereinten Nationen Spirulina zunehmend dazu nutzen, Hunger und Unterernährung global zu beenden. Dazu haben sie die Organisation IIMSAM gegründet. [2]

Auch die WHO hat bereits 1974 und 2008 ihre Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, den Anbau weiter voranzutreiben und die Nutzung zu verstärken. [3]

 

Wie schmeckt denn Spirulina?

Heutzutage wird das Seegras allerdings kaum als Lebensmittel genutzt. Wer neugierig eine Algentablette in den Mund nimmt, muss jedoch keinen schlechten Geschmack befürchten. Die Presslinge schmecken nach frischem Meerwasser. Das Aroma erinnert beispielsweise an getrocknete Nori-Blätter. Auch diese bestehen aus Algen und werden um leckere Sushi-Rollen herum gewickelt.

In Mitteleuropa schätzt man die Blaualge als Nahrungsergänzungsmittel:

  • Spirulina Tabletten und Presslinge
  • Flocken
  • Pulver für Grüne Smoothies
  • Spiruletten
  • Spirulina Extrakt
  • Spirulina Creme
  • Gemischt mit weiteren Supplementierungen

 

Verwendung von Spirulina als Nahrungsergänzungsmittel

Viele Menschen achten auf eine ausgeglichene und gesunde Ernährung. Gerade in stressigen Zeiten kann eine weitere Unterstützung dem Immunsystem nicht schaden.
Mit den nährstoffreichen Präparaten rüsten sich Profisportler genauso wie ausgepowerte Büromenschen. Weil es keine Nebenwirkungen gibt, ist der Verzehr als Superfood beinahe jedem zu empfehlen.

 

Verwendung als Arzneimittel

Seit Jahrzehnten wird Spirulina von Alternativmedizinern eingesetzt. Als hochpotenter und absolut natürlicher Wirkstoff soll das Seegras gezielt Schwermetalle aus dem Körper ausleiten können. Doch der Effekt hat sich auch bis in die Schulmedizin herumgesprochen. Weil der Wirkstoff gut gegen Viren hilft, gibt es mittlerweile viele Medikamente mit Spirulina gegen Herpes oder Akne.

 

Verwendung in der Tiernahrung

Etliche Tierhalter haben ein feines Gespür dafür, wenn es dem Vierbeiner einmal nicht gut geht. Weil der Besuch beim Veterinär zumeist ordentlich zu Buche schlägt, verstehen sich viele Tierliebhaber bestens darauf, ihren Liebling präventiv zu behandeln. Ziel ist es, das Tier umfangreich mit Nährstoffen zu versorgen, dass Krankheiten gar nicht erst entstehen.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass in immer mehr Produkten die Blaualge Spirulina für Haustiere jeder Größe zu finden ist. Ob für Hund, Katze, Pferd, Goldfisch oder Sittich, alle Lebewesen scheinen von der Nährstoffzusammenstellung zu profitieren.

Die Verpackungen versprechen, den Vierbeinern zu einem gesunden Immun- und Hormonsystem verhelfen zu können. Zudem sollen die Selbstheilungskräfte der tierischen Mitbewohner gestärkt werden. Deshalb findet sich die Mikroalge nunmehr beigemischt in Nass- und Trockenfutter, als Pulver zum Bestreuen des Napfes und sogar eingebacken in kräftige Kauknochen.

Wer das tierische Nahrungsergänzungsmittel kaufen und seinem Tier etwas Gutes tun möchte, muss keine Qualitätseinbußen befürchten. Die Zulassungen sind genauso streng wie bei den Mitteln für Menschen. Praktisch ist es auch, dass manche Anbieter die AFA Alge oder Chlorella gleich mit einmischen.

 

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Wie ist die konkrete Wirkung auf den Körper?

Die Alternativmedizin setzt Spirulina zu unterschiedlichen Zwecken ein. Da sie über eine antivirale Wirkung verfügen soll, wird sie gegen Herpes-, Influenza-, Mumps-, Masern- und Hepatitis C-Viren verabreicht. Verantwortlich für den Effekt ist der immunmodulierende Faktor. Er hemmt nachweislich die Ausschwemmung von Histamin. [4] [5]

Deshalb werden mittlerweile auch einige klassische Medikamente, beispielsweise gegen das Epstein-Barr-Virus (Herpes), mit der Substanz versehen. Im Beipackzettel wird der Wirkstoff als „Spirulina Platensis Extrakt“ eindeutig ausgewiesen.

Die Fähigkeit zur Beeinflussung des Immunsystems macht man sich auch zu Nutze, wenn mit Spirulina beispielsweise Allergien wie Heuschnupfen, eine Tierhaar- oder Lebensmittelallergie bekämpft werden sollen.

Auch bei verschiedenen Krebserkrankungen kommt die Blaualge zum Zuge. Die vermutete antikarzinogene Wirkung soll das Tumorwachstum eindämmen können. In einer Studie von 2002 konnte nachgewiesen werden, dass mittels Spirulinakonzentrat die Aktivität der Fresszellen (Makrophagen) im Körper deutlich anstieg. Auch soll ein positiver Effekt auf das Immunsystem beobachtet worden sein. [6]

Ebenso bei Diabetes Typ 2 soll der Naturstoff wirken können. So zeigt eine Studie aus dem Jahr 2015, dass sich während der Einnahme der Blutzuckerspiegel effektiv senken lässt. Daneben entwickelt sich auch der Gesamtcholesterinwert positiv. Zudem soll Spirulina auch besänftigend auf den gefährlichen Bluthochdruck wirken können. [7]

Seit Jahrzehnten wird mittels Spirulina auch erfolgreich Detox betrieben. Hintergrund ist, dass die Alge verschiedene Schwermetalle aus dem Körper ausleiten können soll. Hierzu wird sie insbesondere mit Chlorella zusammen kombiniert. Die beiden Naturstoffe werden bei einer solchen Entgiftung über mehrere Wochen lang eingenommen und sollen Toxine wie Blei, Quecksilber, Palladium, Cadmium oder Nickel herauslösen können.

Auch das in Spirulina platensis enthaltene Chlorophyll wirkt positiv auf den Körper. Der grüne Pflanzenfarbstoff soll über eine antikarzinogene Wirkung verfügen, weshalb Naturmediziner eine Krebstherapie immer auch mit Chlorophyll begleiten.

Abschließend darf die nährstoffreiche Zusammensetzung nicht unerwähnt bleiben. Dafür verantwortlich sind die vielen enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und wichtigen Fettsäuren. Sie können einen Vitalstoffmangel ausgleichen und diesem langfristig vorbeugen. Mehr zur Spirulina Wirkung lesen.

 

Kann man mit Spirulina abnehmen?

Viele Blaualgen-Präparate werden gezielt mit dem Hinweis verkauft, damit lästiges Gewicht verlieren und effektiv abnehmen zu können. Verantwortlich dafür soll das in den Cyanobakterien enthaltene Pigment Phycocyanin (PC) sein. Dieses soll, so die Hersteller, das Hungergefühl regulieren und deshalb zu weniger Appetit führen können. Eine solche Wirkungsweise ließ sich bisher jedoch nicht offiziell durch Studien belegen.

 

Wie viel Spirulina sollte man einnehmen?

Es kommt darauf an, welchen Zweck man mit der Einnahme der Blaualge verfolgt. Soll damit das Immunsystem stabilisiert werden? Oder möchte man eine bereits vorhandene Krankheit bekämpfen?

So konnte in einer Studie beispielsweise belegt werden, dass schon eine 12-wöchige Einnahme von nur ein bis zwei Gramm Spirulina pro Tag dazu ausreicht, krankmachende Allergiesymptome stark begrenzen zu können. [8]

Insofern ist es sinnvoll abzuschätzen, was genau man sich von dem Präparat wünscht. Dementsprechend kann danach die Dosis angepasst werden. Die meisten Hersteller setzen eine tägliche Verzehrmenge von rund 10 Gramm voraus. Anwender sollten sich von einem Heilpraktiker individuell beraten lassen. Auf diesem Wege kann auch die Dauer der Einnahme sondiert werden.

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Gibt es Nebenwirkungen?

Immer wieder tauchen Nachrichten in Foren auf, die vor dem Verzehr von Spirulina warnen. Studien zeigen jedoch, dass weder Nebenwirkungen festzustellen sind, noch eine Überdosierung möglich ist. Entgegen der weitläufigen Meinung verfügen reine Blaualgenprodukte auch nicht über nennenswerte Mengen an Jod. Insofern dürften auch die vielen an der Schilddrüse erkrankten Menschen mit Hashimoto-Thyreoiditis, Schilddrüsenunterfunktion oder Schilddrüsenüberfunktion die Inhaltsstoffe nutzen können.

Allerdings: Wie bei allen Produkten kann es auch bei Spirulina zu Allergien und Unverträglichkeiten kommen. Die Erfahrungen zeigen zwar, dass dies äußerst selten geschieht, trotzdem sollte man es mit der Einnahme nicht übertreiben. Wer die tägliche Verzehrmenge beachtet, kann Spirulina auch langfristig einnehmen.

 

Wer sollte Spirulina einnehmen?

Viele Hersteller empfehlen gerade Sportlern, Schwangeren oder stillenden Frauen die Einnahme. Sie sollen besonders von den belebenden Nährstoffen profitieren können. Doch auch Senioren, Veganer oder Vegetarier müssen auf ihr Nährstoffkonto achten.

Für sie könnte die schnelle Bioverfügbarkeit der Inhaltsstoffe interessant sein. Auch chronisch Kranke oder Menschen mit periodisch wiederkehrenden Symptomen setzen immer häufiger auf die Kraft der Meerespflanze. Wer sich antriebslos, schlapp und ausgebrannt fühlt, könnte von der nahrhaften Mikroalge profitieren.

Yogis und Sportfreunde einiger asiatischer Kampfkünste nutzen die Alge übrigens ebenso gerne. In Kombination mit Nüssen, Samen und Rohkost ergibt sich eine vollwertige Mahlzeit, die für Muskelwachstum und Energie sorgt.

 

Wo kann man Spirulina kaufen?

Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel gibt es mittlerweile nicht nur in Online-Shops. Auch im klassischen Reformhaus und teilweise sogar im Drogeriemarkt finden sich die beliebten Algenprodukte. Um Verunreinigungen zu vermeiden, sollte man immer von zertifizierten und renommierten Herstellern kaufen.

Hilfreich ist es, diese online über die bekannten Verkaufsplattformen auszuwählen und zu vergleichen. Dann fällt es leicht, die Erfahrung der anderen Nutzer bei der Kaufentscheidung zu berücksichtigen.

 

Was kosten Produkte mit Spirulina?

Wer Spirulina kaufen möchte, sollte sich einem seriösen Händler anvertrauen. Zumeist folgt auf eine erste Probe-Bestellung eine langfristige Abnahme auch größerer Algenmengen. Insofern lohnt es sich, die Preise zu vergleichen.

Beutel mit 500 Gramm Tabletten sind meist schon ab 15 EUR zu erwerben. Wer Bioqualität kaufen möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Das Pulver kann je nach Anbieter bei rund 6 EUR pro 100 Gramm liegen. Wer weiß, dass er für die nächsten Monate eine umfangreiche Ration benötigt, kann günstig an große Mengen kommen.


Quellen:
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Dihe – Dihe – Spirulina Gericht der Kanembu – Abruf am 10.11.2017

[2] iimsam.org – IIMSAM – Abruf am 8.11.2017

[3] iimsamspirulinapledge.org – FAO on Spirulina – Abruf am 04.11.2017

[4] ncbi.nlm.nih.gov – Spirulina platensis inhibits anaphylactic reaction – Abruf am 16.11.2017

[5] ncbi.nlm.nih.gov – Inhibitory effect of mast cell-mediated immediate-type allergic reactions in rats by spirulina – Abruf am 16.11.2017

[6] ncbi.nlm.nih.gov – Activation of the human innate immune system by Spirulina: augmentation of interferon production and NK cytotoxicity by oral administration of hot water extract of Spirulina platensis – Abruf am 21.11.2017

[7] tandfonline.com – Studies on the Long-Term Effect of Spirulina Supplementation on Serum Lipid Profile and Glycated Proteins in NIDDM Patients – Abruf am 19.11.2017

[8] ncbi.nlm.nih.gov – Effects of a Spirulina-based dietary supplement on cytokine production from allergic rhinitis patients – Abruf am 01.11.2017